Eulenfisch - Limburger Magazin für Religion und Bildung

Marcus Eckert: Classroom Management

Der Begriff des Classroom Managements ist nicht neu. In der Fachliteratur stellt er seit Jahren eine feste Größe dar. Dennoch scheint im schulischen Alltag zumindest der Begriff nicht allzu oft aufzutauchen. Das damit Gemeinte beschäftigt freilich jede Lehrerin und jeden Lehrer, weil es beim Unterrichten auf die eine oder andere Weise immer mitschwingt. So definiert Marcus Eckert Classroom Management als die Gesamtheit der „Aktivitäten zur Gestaltung einer Lernumgebung, die sich günstig auf das curriculare und das sozial-emotionale Lernen auswirken“ (11). Eine gute Lernatmosphäre, ein gutes Klassenklima und eine aktive Mitarbeit aller fördern nachweislich das Lernen – ganz gleich in welchem Fach. Entsprechend fragt das Classroom Management vor und neben aller didaktisch-methodischen...

Maja Dammann / Ute Caspar / Katja Frerks / Christina Kaltenschnee / Maik Zaborowski: Mittleres Management an Schulen

Gilt es nicht gerade in den Schulen, wichtigere Herausforderungen zu meistern als die Einführung eines Mittleren Managements? Ja und Nein. Der Autorinnengruppe des vorliegenden Buches gelingt es, eine neue Perspektive auf die Chancen der Einführung eines Mittleren Managements zu eröffnen. Sie beschreiben, wie durch eine breitere Verteilung von Aufgaben und eine Fokussierung Einzelner auf bestimmte Aufträge Entlastung und Freiraum für Schulleitungen entstehen. Diese kann sich wieder mehr dem System Schule als Ganzem widmen und konzeptionell denken und agieren, die aktuellen Herausforderungen meistern, statt sich im Arbeitsalltag zu verlieren. Lehrkräfte im Mittleren Management werden in dem Buch nicht als Schulleitungsmitglieder gesehen, sondern als Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben im...

Regina Schulze-Oechtering: Klanggeschichten für den Religionsunterricht

Biblische Geschichten sind weit weg von der Lebenswelt der Grundschulkinder. Welche Methoden stehen zur Verfügung, um Kindern die christliche Überlieferung näherzubringen? Dabei spielen vor allen Dingen im Primarbereich audiovisuelle Konzepte eine große Rolle. Die Einheit aus Bild, Klang, szenischem Spiel und Stimme ermöglicht eine multisensuale Ansprache der Lernenden. Viele Lehrende versuchen über eine Inszenierung mit Bodenbildern, Klängen oder szenisches Spiel die Texte zu veranschaulichen. Das persönliche Aufarbeiten und Gestalten biblischer Texte benötigt viel Zeit und Aufwand.

Ausgehend von dieser Anforderung hat Regina Schulze-Oechtering ein Heft mit 72 Seiten im Din A4-Format publiziert. Darin werden 20 biblische Geschichten, Psalmen und Heiligenerzählungen über audiovisuelle...

Stephan Sigg: FirmBibel

„Und was hat das mit mir zu tun?“ Eine Frage, die oft von Jugendlichen gestellt wird, wenn es um die Bibel geht. Eine Sammlung alter Geschichten und einiger Berichte über Jesus, weit weg von der Lebensrealität (junger) Menschen, so ist nicht selten der erste Eindruck. Stephan Sigg hat sich der Aufgabe gestellt, dieser Frage nachzugehen: Herausgekommen ist dabei die FirmBibel. In 14 Kapiteln verbindet der Schweizer Autor biblische Inhalte mit der Lebenswelt Jugendlicher. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Fassung einer biblischen Erzählung in moderner Sprache, an die sich eine Kurzgeschichte oder eine Dialogszene anschließt. Hier geht es um Alltagserfahrungen, an die die Leserinnen und Leser anknüpfen können: Erlebnisse aus Schule, Familie und Freundeskreis werden geschildert. Die...

Patrick Grasser: Religion inklusiv unterrichten

Patrick Grasser, Religionspädagoge und Referent für Inklusion und heterogene Lerngruppen am Religionspädagogischen Zentrum Heilbronn, gliedert seine als empirische religionspädagogische Praxisreflexion angelegte Dissertation in einer übersichtlichen Weise. Dabei stellt er die systematische Befragung von Lehrkräften in den Vordergrund. Sein Ziel ist es, deren Rückmeldungen zu versachlichen, nach wissenschaftlichen Kriterien zu bearbeiten und im Hinblick auf die Frage „Wie sollte sich eine inklusive und diversitätssensible Religionspädagogik weiterentwickeln?“ Schlüsse für die Praxis abzuleiten.

In der Einleitung stellt der Autor fest, dass ein gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung ohne ausreichende fachliche, finanzielle und personelle Ressourcen nicht sinnvoll...

Mirjam Schambeck: Von Gott, Jesus, Religionen und so

Eines vorweg: Titel, Titelbild und bisherige Veröffentlichungen der Autorin ließen schon vermuten, dass das Buch für Religionslehrkräfte und Verantwortliche in Studium und Ausbildung lesenswert sein wird. Es ist so!

Ausgehend von der COACTIV-Studie, in der Indikatoren für die Qualität von Mathematikunterricht bestimmt wurden, setzt sich Frau Prof. Dr. Schambeck in einem ersten theoretischen Teil ausführlich mit der Adaption und Weiterentwicklung des COACTIV-Kompetenzmodells für die Professionalisierung von Religionslehrkräften auseinander. Dieser Teil des Buches wird vermutlich von Kolleginnen und Kollegen im Alltagsgeschäft eher quergelesen und vom Ergebnis her betrachtet. Sehr lesenswert ist dieser Teil für alle, die verantwortlich sind für angehende Religionslehrkräfte in Studium,...

Martina Steinkühler: Die Mädchenbibel. Mit Illustrationen von Angela Gstalter

 

Martina Steinkühler ist keine Unbekannte, wenn es um die Elementarisierung der Bibel geht. Die evangelische Religionspädagogin verfasst seit vielen Jahren Unterrichtsmaterialien, Bibelgeschichten, Schulbücher und Kinderbibeln mit dem bibeldidaktischen Konzept: „Subjektiv, deutlich und offen. Erzählend Gott zur Sprache bringen.“ Sie regt dazu an, sich die Geschichten „auszuleihen“ und sie zu erzählen, weil es etwas Wichtiges mitzuteilen gibt, das auch jenseits der Intention und Pragmatik der biblischen Geschichte liegen kann. Der Klappentext der Mädchen-Bibel verspricht denn auch: „Ein faszinierender und spannender Einblick in die Welt der Bibel – aus der Sicht von Mädchen und Frauen“ und im Prolog heißt es: „Es wird Zeit, die Bibel aus ihrer Sicht zu erzählen. Es werden die vertrauten...

Roberto Simanowski: Digitale Revolution und Bildung

Die Spannung ist auffällig und macht neugierig: Mit seinem Buch „Digitale Revolution und Bildung“ wagt sich der Autor Roberto Simanowski an ein Thema, wie es im bildungspolitischen Bereich kaum größer sein könnte. Dabei stecken zwischen den Buchdeckeln gerade einmal 102 Seiten. Wie passt das zusammen? Vielleicht gelingt das, weil der ausgebildete Lehrer und habilitierte Medienwissenschaftler die Sachverhalte klar auf den Punkt schreiben kann. Vielleicht aber auch, weil die These des Autors so klar umrissen ist: Der Fokus einer Medienbildung, wie Simanowski sie anstrebt, „zielt nicht auf die Regeln, sondern auf die Folgen der digitalen Medien, auf Medienreflexionskompetenz statt Mediennutzungskompetenz.“

Auf den ersten Blick werden damit holzschnittartig zwei Kompetenzbereiche...