Eulenfisch - Limburger Magazin für Religion und Bildung

Gerd Neuhaus. Glückskekse vom lieben Gott?

Einen Religionsunterricht, der „Glückskeksweisheiten“ vermittelt, braucht nun wirklich niemand. Ein schulischer Religionsunterricht dagegen, der Spagat zwischen rationaler Glaubensverantwortung und Lebensweltorientierung gelingt, schafft eine ganz besondere Chance für einen Dialog der Kirche mit der Welt von heute und ist selbst primärer locus theologicus. Diese These vertritt Gerd Neuhaus in seiner Monografie und plädiert davon ausgehend nicht nur für ein Bewusstsein der notwendigen gegenseitigen Befruchtung eines Austausches zwischen akademischer Theologie und Religionsunterricht, sondern stellt heraus, welche große Chance Religionsunterricht gegenüber einem neutralen Religionskundeunterricht bietet.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil, das mit „Erfahrungen“...

Jan Woppowa: Religionsdidaktik

Der Professor für Religionsdidaktik an der Universität Paderborn hat mit dieser „Religionsdidaktik“ in der Reihe „Grundwissen Theologie“ eine handliche, klare und übersichtliche Einführung in den gegenwärtigen Stand der wissenschaftlich und religionsunterrichtlich-praktisch diskutierten Ansätze der Religionsdidaktik vorgelegt. Das Buch gliedert sich in die 5 Kapitel (I) Grundlagen, (II) Rahmenbedingungen und Herausforderungen religiösen Lernens, (III) Prinzipien religionsdidaktischer Reflexion, (IV) Spezielle Ansätze der Religionsdidaktik und (V) Religiöses Lehren reflektieren lernen.

Während die ersten beiden Kapitel in mitunter neuer Ordnung viele religionsdidaktisch gut eingeführte Themen vereinen, dabei aber auch aktualisierend jüngere Entwicklungen in ihren wesentlichen Dimensionen...

Gerd Neuhaus. Glückskekse vom lieben Gott?

Einen Religionsunterricht, der „Glückskeksweisheiten“ vermittelt, braucht nun wirklich niemand. Ein schulischer Religionsunterricht dagegen, der Spagat zwischen rationaler Glaubensverantwortung und Lebensweltorientierung gelingt, schafft eine ganz besondere Chance für einen Dialog der Kirche mit der Welt von heute und ist selbst primärer locus theologicus. Diese These vertritt Gerd Neuhaus in seiner Monografie und plädiert davon ausgehend nicht nur für ein Bewusstsein der notwendigen gegenseitigen Befruchtung eines Austausches zwischen akademischer Theologie und Religionsunterricht, sondern stellt heraus, welche große Chance Religionsunterricht gegenüber einem neutralen Religionskundeunterricht bietet.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil, das mit „Erfahrungen“...

Ulrich Riegel: Wie Religion in Zukunft unterrichten?

Die Kernfrage, die Ulrich Riegel umtreibt, ist auf jeden Fall aktuell. Und es ist sicher klug, sich „bereits heute mit Alternativen zum vorfindlichen Modell konfessionellen Religionsunterrichts zu beschäftigen, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein“ (6). Ziel des vorliegenden Buches ist es, einen Religionsunterricht ins Spiel zu bringen für die Zeit, in der ein konfessioneller RU gesellschaftlich nicht mehr legitimierbar (156) ist. Der Autor stellt für diesen Fall zwei Modelle vor: den „religions-kooperativen RU in konfessorisch-dialogischer Perspektive“ und den „kooperativen Weltanschauungsunterricht“. Nach einer Klärung der aktuellen Situation hinsichtlich religiöser Pluralität und der Darstellung der derzeitigen rechtlichen Situation des RU stellt er drei schon existierende...

Hans Mendl: Taschenlexikon Religionsdidaktik

Ein Lexikon als Printneuausgabe im Jahr 2019 vermag zunächst Irritationen auszulösen und verwundert angesichts der derzeitigen Rezeptions- und Lesegewohnheiten heutiger Studierender. Auch ein im Vorwort postuliertes Alleinstellungsmerkmal – „Ja, so etwas gibt es nicht!“ – vermag das verlegerische Wagnis kaum gänzlich zu erklären.

Richtet man den Blick weg von ökonomischen Überlegungen auf inhaltliche Aspekte des Buches und prüft seine Brauchbarkeit, verändern sich die Einschätzungen. Hans Mendl ediert das Taschenlexikon, um „Das Wichtigste für Studium und Beruf“ in lexikalischer Form zu präsentieren. An diesem Anspruch ist das Buch zu messen. Es ist in wesentlichen Teilen entstanden aus Mendls Vorlesungsunterlagen und mit etablierten Fachdidaktiken ergänzend abgeglichen; es entfaltet den...

Friedhelm Kraft: Grenzgebiete

Friedhelm Kraft, der Leiter der Abteilung Bildung, Schulen und Religionsunterricht im Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, hat den Roman „Grenzgebiete – Liebe in einem zerrissenen Land“ vorgelegt. Im Mittelpunkt des äußeren Geschehens steht die jugendliche Liebe einer Berliner Abiturientin zu einem israelischen Studenten und ihre gleichzeitige Sympathie mit einem palästinensischen Taxifahrer ähnlichen Alters.

Die aus einem evangelisch-freikirchlichen Elternhaus stammende Mareike hat sich erfolgreich für ein Praktikum beworben, das sie in Talitha Kumi, einer deutschen Schule in Bethlehem, absolviert. Sie betreut dort die aufgeschlossenen palästinensischen Kinder, setzt ihre leidenschaftliche Beziehung zu ihrem jüdischen Freund Jossi fort und...

Ursula Silber / Bettina Eltrop / Bettina Wallmann: Was für ein Gott!

Seit geraumer Zeit versucht das Katholische Bibelwerk Stuttgart, der lectio divina als eigener Art und Weise, die Texte der Hl. Schrift in einem spirituellen Sinn zu lesen, mehr Stimme zu geben. Die einzelnen Schritte der lectio divina, der göttlichen Lesung, nämlich lesen – bedenken – beten – still vor Gott da sein – anders leben, die mehrfach wiederholt und immer wieder eingeübt werden, haben das eine Ziel, mit Hilfe der Hl. Schrift die persönliche Beziehung zu Gott (wieder neu) zu entdecken, zu entwickeln und zu leben. Daher veröffentlicht das Katholische Bibelwerk regelmäßig Lese- und Arbeitshilfen, die speziell der lectio divina dienen; so die hier vorgestellte Publikation „Was für ein Gott! Das Buch Jona lesen“.

Dieses Heft ist in seiner Praktikabilität sowohl für Leiterinnen und...

Christoph Schmitt: Im Kirchenraum das Göttliche erschließen

Das vorliegende Buch ist eine Arbeitshilfe zur religionspädagogischen Erschließung von Kirchenräumen mit unterschiedlichen Zielgruppen. Der Autor Christoph Schmitt verwendet dafür den Begriff „Kirchenpädagogik“ (statt der ebenfalls gebräuchlichen „Kirchenraumpädagogik“). Schmitt versteht den Kirchenraum als gestaltgewordenen Ausdruck kirchlichen Glaubens und Handelns. So kann der Raum als Medium dienen, um Glauben und Handeln derKirche (verstanden als Gemeinschaft der Christen) erfahrbar zu machen.

Ganz im Sinne dieses Ausgangspunktes stellt Schmitt einen mystagogischen Ansatz von Kirchenpädagogik vor. Dieser ist (im Gegensatz etwa zum ganzheitlich-handlungsorientierten Ansatz) nicht voraussetzungsfrei, sondern geht von einer vorgegebenen Deutung des Gebäudes als Sakralbau aus. Der Bau...