Eulenfisch - Limburger Magazin für Religion und Bildung

Tamara Bos: Papa, hörst du mich?

Mit Illustrationen von Annemarie van Haeringen
Aus dem Niederländischen von Ita Maria Berger


„Ich weiß, dass Du mich hörst.“ Deshalb spricht Polle mit seinem Vater, der gerade zu Hause gestorben ist. Er tut dies mit den einfachen Worten und mit der Naivität eines siebenjährigen Kindes, das von den Geschehnissen rund um den Tod und von seinen Erinnerungen an den „liebsten Papa der Welt“ erzählt. Die schwere Krankheit – das Wort Krebs fällt an keiner Stelle – hat der Vater seinem Sohn am Beispiel des von beiden gern gespielten Brettspiels „Stratego“ erklärt. Und Polle muss nun erkennen, dass die „kleinen fiesen Soldaten“ nach langem Kampf schließlich doch die Medizin „überlistet“ haben. Nachts weckt die Mutter Polle und seinen älteren Bruder Dajo, verständigt die Verwandten, beauftragt...

Jorge Mario Bergoglio SJ / Papst Franziskus: Erziehen mit Anspruch und Leidenschaft

Die Herausforderung christlicher Pädagogik
Aus dem Spanischen von Gabriele Stein
Mit einer Einführung von Michael Sievernich SJ


Ein Bischof aus den Tiefen Südamerikas predigt seinen Religionslehrern. Er äußert bedenkenswerte Dinge. Doch selbst das wäre noch kein Grund, die Predigten in Europa zu drucken. Dann wird dieser Bischof Papst. Und Leser fragen sich: Hat Franziskus sich beim Predigen vielleicht in die Karten schauen lassen und den Keim eines Programms ausgeplaudert?

Ab da wird die Lektüre anstrengend; denn mehrere Schichten Staub müssen vom Text entfernt werden: die besondere Situation von Schulen in Lateinamerika, speziell Argentinien; der besondere Ton südlicher Frömmigkeit; Verlagsinteressen; die Grenzen der Übersetzer und Kommentatoren. Was sich dann zeigt, ist allerdings...

Stephan Sigg: Spirituelle Schreibwerkstatt mit jungen Menschen

Es ist fast, als stände etwas zwischen den Generationen, was die Kommunikation stört. Häufig beklagen sich Erwachsene über die informelle Sprache und die Verschlossenheit der Jugend. Manch einer bemängelt, dass sie „keine spirituelle Sprache beherrschen“. Tatsächlich ist es oft nicht einfach, mit Jugendlichen insbesondere bei Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen. Doch ist dies nicht zwangsläufig ein Fehler der jungen Leute oder ein Versuch sich abzugrenzen. Viele Jugendliche empfinden es schlicht als schwer oder peinlich, sich anderen Menschen in Gruppen oder Klassenverbänden zu öffnen und frei über ihren Glauben zu reden. Meist jedoch genügen einfache kreative Methoden, um den Jugendlichen zu helfen, sich spirituell zu äußern und ihre Glaubensfragen in Worte zu fassen. 

Der junge Autor...

Sabine Pemsel-Maier / Mirjam Schambeck (Hg.): Inklusion!?

Religionspädagogische Einwürfe

Das Werk setzt sich mit theologischen und religionspädagogischen Fragestellungen zum Thema Inklusion auseinander, da, wie die Autorinnen zu Recht anführen, zu diesem wichtigen Thema bisher wenige Publikationen von kirchlicher Seite vorliegen. Zunächst wird der Begriff Inklusion auf verschiedenen Verständnisebenen betrachtet und es werden ausgehend von einer grundlagentheoretischen Ebene und der Frage nach Leitbildern konkrete Maßnahmen abgeleitet, wie im Religionsunterricht als Schnittfläche von Schule, Kirche und Gesellschaft das Thema Inklusion differenziert betrachtet werden kann sowie Wege zur unterrichtlichen Umsetzung aufgezeigt.

Der Band ist in vier Teile gegliedert und setzt sich im ersten Teil mit den Fragen des Leitbildes aus der Perspektive des...

Brigitta Schieder: Märchen trifft Bibel

Mit Weisheitsgeschichten Resilienz und Lebenskompetenz fördern

„Praxismodelle für Schule und Katechese“ ist ein weiteres Versprechen des 235 Seiten starken Buches. Brigitta Schieder will viel – wie Titel, Untertitel und der erste Blick ins Inhaltsverzeichnis verraten. Sie hält ihr Versprechen! Im ersten Drittel legt sie ihren Ansatz ausführlich dar. Ihre Kompetenzen als Logotherapeutin und Märchenerzählerin in Verbindung mit ihrem pädagogischen und katechetischen Wissen sind das Fundament für die folgenden Praxismodelle. Brigitta Schieder stellt Bibel und Märchen als einander ergänzend gegenüber, beide benutzen archetypische Bilder, beide lehren, „anders“ zu hören, zu schauen, zu fühlen; beide werden zu lebensnotwendigen Quellen. Beide bezeugen in ihrer Art, Geschichten zu erzählen, dass...

Klaus Wegleitner, Dirk Blümke, Andreas Heller, Patrick Hofmacher (Hg.): Tod – Kein Thema für Kinder?

Zulassen – Erfahren – Teilen
Verlust und Trauer von Kindern und Jugendlichen. Anregungen für die Praxis


Mit Andreas Heller und Klaus Wegleitner machen sich zwei Vertreter österreichischer Lehrstühle für Palliative Care und Organisationsethik daran, ein Werk herauszugeben, das die Thematisierung von Sterben, Tod und Trauer bei Kindern und Jugendlichen in den Blick nimmt. Im einleitenden Kapitel des Buches zeichnen die beiden Autoren den Entwicklungsweg von der reinen Gesundheitsförderung hin zur Entwicklung der Hospizbewegung – angestoßen durch Elisabeth Kübler-Ross und Cicely Saunders in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Hierbei wurde zunehmend die Sorge um den Menschen als gemeinschaftliche Verantwortlichkeit der Gesellschaft gesehen, so dass sich der „Public-Health- und...

Clauß Peter Sajak (Hg.): Feste feiern

Jahreszeiten – Mahlzeiten – Lebenszeiten
Sekundarstufen I und II

Das vorliegende Heft „Feste feiern“ ist das zweite der auf vier Themen angelegten Reihe, die besonders gelungene Projekte aus dem Schulenwettbewerb „Trialog der Kulturen“ der Herbert-Quandt-Stiftung vorstellt. Der Schulenwettbewerb hat sich zum Ziel gesetzt, den Trialog der drei abrahamischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) zu fördern. 

Die in diesem Heft vorgestellten Projekte widmen sich alle dem trialogischen Lernen über die den drei Religionen jeweils eigenen „heiligen“ Zeiten bzw. Speisevorschriften. Sie sind kulturell religiöser Ausdruck des Selbstverständnisses von Religionsgemeinschaften. Die Projekte werden zur Nachahmung empfohlen, weil sie beispielhaft zeigen, wie interkulturelles und trialogisches...