Eulenfisch - Limburger Magazin für Religion und Bildung
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Eine islamische Christologie?

Die Kritik des Korans am christlichen Trinitätsglauben bezieht sich vornehmlich auf tritheistische Fehldeutungen. Der Islam vertritt eine Christologie mit vielen Gemeinsamkeiten und gravierenden Unterschieden zur kirchlichen Christologie.

Nachbarn seit Anbeginn

Der Dialog zwischen Christen und Muslimen beginnt
nicht erst heute und wurde nicht erst notwendig
aufgrund der Globalisierung und weil „der
Andere“ nun nicht mehr in der Fremde ist, sondern
mein nächster Nachbar. Er begann auch nicht erst,
nachdem die Religion des Islams so stark anwuchs,
dass sie zu einer ernsthaften Konkurrenz für die
Christenheit wurde und Christen und Muslime
im Mittelalter politische Feinde wurden. Wir sind
Nachbarn seit Anbeginn.

Der Dialog begann mit der Verkündigung der
koranischen Botschaft durch den Propheten Muhammad,
als er Verse kundtat, die von Isa sangen,
dem Wort Gottes und dem Sohn der Maria. Dies
faszinierte und bewegte die ersten Christen, die
diese neuen Verse hörten. Die Kritik des Korans
an der trinitarischen Einheit war zwar nicht zu
überhören, aber Diskussionen um die Trinität waren
Christen nach 600 Jahren dogmatischer Zerwürfnisse
bereits allzu gewohnt. Diese Menschen
schienen nur eine weitere seltsame Christologie zu
vertreten: Sie glaubten an Jesus und an die göttlichen
Wunder, dass seine Mutter eine jungfräuliche
Empfängnis hatte, und an den heiligen Geist (rūḥ alquds).
Sie sangen von Wundertaten, die den Christen
neu waren, wie die, dass Jesus bereits als Neugeborenes
sprechen und predigen konnte. Christen
und Muslime bildeten von Anfang an eine Partei
der Monotheisten gegen den noch weit verbreiteten
Paganismus. Selbst wenn heutige Dialogforen
den Anschein erwecken, dass zwei unversöhnliche
Parteien gegeneinander wetteifern, und es manchmal
unmöglich erscheint, einen gemeinsamen Boden
zu finden – dem war nicht immer so. Was wir
uns bei aller gerechtfertigten Kritik und bei allem
Zugeständnis über manche unaufhebbaren Differenzen
immer wieder bewusst machen: Am Anfang
standen Christen und Muslime im Zeichen der Solidarität
und der Brüderlichkeit.

Im sechsten Jahr der Prophetie Muhammeds
(615) war die Unterdrückung der Muslime seitens
der paganen Mekkaner so groß und unerträglich,
dass sie fliehen mussten, um zu überleben. Nur wohin?
Der Prophet schickte sie nach Abessinien, dem
heutigen Äthiopien, mit den Worten, dass dort ein
gerechter König sei, ein Christ, der sie aufnehmen
und beschützen werde. Als nun die Mekkaner von
dieser Massenmigration erfuhren, sandten sie Botschafter
zum König mit der Forderung um Auslieferung
der Flüchtlinge. Der König erlaubte den Muslimen
sich zu rechtfertigen, woraufhin sie ihm die
Situation schilderten und die Sure Maryam (Maria)
rezitierten – ein Teil der Schrift, den die Mekkaner als die Fieberphantasien eines irrsinnigen Dichters
darstellten, und eine Sure, in der der Koran eine
Christologie lehrt, die von der Lehre der christlichen
Orthodoxie abweicht. Dem König jedoch gefiel,
was er hörte, war bewegt durch die Bilder der Verehrung
Jesu und nahm die Muslime unter seinen
Schutz, indem er sagte, dass der Unterschied zwischen
ihnen und den Christen verschwindend gering
sei – eine Perspektive, die heute im Begriff ist,
in Vergessenheit zu geraten.

Im Folgenden werde ich die Debatten um die Frage
der Einheit Gottes kurz zusammenfassen, indem
ich die Konzepte von Trinität und Tawḥīd grob skizziere,
die Kritik der Muslime an der Trinität in einigen
Hauptargumenten vorstelle und somit genau
jenen Unterschied erörtere, der nach dem äthiopischen
König so verschwindend gering ist, jedoch
nicht aufhört, die Gemüter zu erhitzen.

»Christen und Muslime
bildeten von Anfang an eine
Partei der Monotheisten«

Hureyre Kam
Trinität, nicht Tritheismus

Um den Dialog zwischen Christen und Muslimen
auf fruchtbaren Boden zu stellen, muss vor allem
dem Eindruck vorgebeugt werden, dass Christen
die Existenz von drei Göttern, also einen Tritheismus,
bekennen, worauf die muslimische Kritik gewöhnlich
hinausläuft. Ich will daher zunächst versuchen
die Trinität in Umrissen wiederzugeben, so
gut ich das in diesem begrenzten Rahmen als ein
Außenstehender vermag. Dabei orientiere ich mich
an einer Definition des katholischen Theologen
Klaus von Stosch: „Der christliche Glaube ist unabdingbar
mit dem trinitarischen Bekenntnis zu Gott
als dem Vater, Sohn und Heiligen Geist verknüpft.
Dieses Bekenntnis bildet seit der alten Kirche die
Grundregel christlicher Bekenntnisse und kann als
Summe christlichen Glaubens angesehen werden.
(…) Denn die Erfahrung des ungeheuren Anspruchs
und Zuspruchs in der Person Jesu brachte seine Jüngerinnen und Jünger dazu, ihn als das Person
gewordene Zusagewort Gottes, ja als Gott selbst, zu
bekennen. Jesu Selbstunterscheidung vom Vater,
auf dessen Königsherrschaft er verwies, erlaubte
es nicht, ihn mit seinem himmlischen Vater zu
identifizieren. Seine Inanspruchnahme der Autorität
des Vaters und seines Willens bei gleichzeitiger
unvermittelter Vertrautheit mit ihm verbot es, ihn
vom Vater zu trennen.“

Zentral für die christliche Gottesvorstellung ist
die Inkarnation, also die Menschwerdung Gottes
in Jesus Christus – und im gedanklichen Nachvollzug
die innergöttliche Dreifaltigkeit. Die Aussage,
dass dieses Bekenntnis „seit der alten Kirche“ in
dieser Form bestimmt ist, bedeutet jedoch, dass sie
nicht von Anfang an in dieser Form im christlichen
Glauben gegeben war – es gibt keinen Beleg dafür,
dass Jesus sich selbst als eine von drei Personen in
Gott und somit selber als Gott vorgestellt hat, wiewohl
von ihm in den neutestamentlichen Schriften
göttliche Prädikate ausgesagt werden –, sondern
war das Ergebnis einer dogmengeschichtlichen
Entwicklung in Form von mehreren Konzilien, insbesondere
der ersten Konzile von Nizäa (325) und
Konstantinopel (381). Zwar gibt es in der Ausdeklinierung
der Trinität erhebliche Unterschiede zwischen
den verschiedenen christlichen Denominationen,
im Kern kommt es auf folgenden Gedanken
an: „Kernaussage und Sinn jeder begrifflich-spekulativen
Trinitätstheologie muss die Erfahrung sein,
dass Gott kein leblos-leeres Abstraktum ist, sondern
ein in höchstem Maße lebendiger Vollzug der
absoluten, personalen Liebe.“

Für muslimische Hörer sind diese Ausführungen
nicht ohne weiteres nachzuvollziehen, da ihnen die
trinitätstheologischen Diskurse – und Formulierungen
wie „Anspruch“, „Zuspruch“ oder „lebendiger
Vollzug der absoluten, personale Liebe“ – im
Allgemeinen nicht bekannt sind. Dabei kommt es
darauf an zu verstehen, auf welche Erklärungsmodelle
solche Wendungen anspielen, insbesondere
was die „personale Liebe“ anbelangt. Auch manche
Christen halten es für höchst problematisch,
von Gott als einer Person zu sprechen, obschon der
Glaube an einen personalen Gott tief in der christlichen Spiritualität verankert ist. So griff bereits
Johannes von Damaskus (gest. 749) bei der Erklärung
der Trinität auf dieses Sprachbild zurück: „Die
Personen weilen und wohnen ineinander. Denn sie
sind untrennbar und gehen nicht auseinander, sie
sind unvermischt ineinander, jedoch nicht so, dass
sie ineinander verschmölzen oder sich miteinander
vermischten, sondern so, dass sie sich miteinander
verbinden.“ (De fide orthodoxa 1,14; BKV 44,42)

Mit dem Begriff der Person gehen Persönlichkeit
und Individualität einher; Individualität besagt
Autonomie und Freiheit. So muss jeder Person in
der Trinität persönliche Freiheit zukommen, also
Gelöstheit vom Willen des Anderen. Es wird damit
eine Spannung in die Vorstellung der Einheit Gottes
hineingetragen, wonach es schwierig wird zu
plausibilisieren, warum die göttlichen Personen
nicht unabhängig voneinander agieren, sondern
als „eine“ Person. So rät von Stosch, von solchen
Erklärungsmodellen abzusehen: „Vielmehr gilt es,
die Beziehung als das Ursprüngliche zu denken und
Gottes Wesen aus den ihn strukturierenden Beziehungen
heraus als Liebe einsichtig zu machen.“

Kritik des Tritheismus

Wir haben gesehen, dass die Vorstellung von einem
„personalen Gott“ zentral für das christliche
Selbstverständnis ist und dass seit jeher die Herausforderung
für christliche Theologen darin bestand,
die Transzendenz Gottes zu wahren, ohne
dabei den Blick für die persönliche Nahbarkeit und
Erfahrbarkeit zu verlieren. Diese Aufforderung zur
Plausibilisierung gilt vor allem seit Anbeginn des
islamisch-christlichen Dialogs und der Herausforderung
der koranischen Botschaft, die die Christen
ermahnt, nicht „Gott ist der Dritte von dreien“ (Q.
5:73) zu sagen. Nach von Stosch ist diese Ermahnung
jedoch nicht als eine „Kritik am orthodoxen
christlichen Glauben“ zu verstehen, sondern als
eine „Warnung vor einer phänomenologischen Aufladung
des Personenbegriffs“

Demnach sei die Kritik des Korans nicht als eine
undifferenzierte Abrissbirne zu verstehen, die gegen
eine jegliche Vorstellung der Trinität schwingt,
sondern eher als eine gerechtfertigte Kritik an tritheistischen Vorstellungen. So ist die Aussage zu
verstehen, dass der Koran vor „einer phänomenologischen
Aufladung des Personenbegriffs“ warne,
also davor, sich Gott als eine wirkliche Person vorzustellen.
Diese Wendung, dass der Koran im Grunde
kein Problem mit der trinitarischen Ausformulierung
des Monotheismus hat, sondern lediglich
gegen einen Tritheismus wettert, mag viele Muslime
überraschen, ist jedoch wert, näher betrachtet
zu werden: Wer waren die christlichen Gesprächspartner
der koranischen Verkündigung und welche
Ausformulierung der Trinität haben die folgenden
Verse im Blick?

»Der Islam lehrt eine
Christologie, die im Kern seines
Glaubens verankert ist«

Hureyre Kam

Und wenn Allah sprechen wird: „O Jesus, Sohn
der Maria, hast du zu den Menschen gesagt: ‚Nehmt
mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah?‘“
wird er antworten: „Gepriesen seist Du. Nie
könnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte.
Hätte ich es gesagt, würdest Du es sicherlich wissen.
Du weißt, was in meiner Seele ist, aber ich weiß
nicht, was Du in Dir hegst. Du allein bist der Allwissende
des Verborgenen. Nichts anderes sagte ich zu
ihnen, als das, was Du mich geheißen hattest: „Betet
Allah an, meinen Herrn und euren Herrn.“ Und
ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte,
doch nachdem Du mich abberufen hattest, bist Du
ihr Wächter gewesen; und Du bist der Zeuge aller
Dinge.“ (Q. 5:116-117; Übersetzung von Rudi Paret)

Es ist von einer Trinitätsvorstellung die Rede,
die den meisten Christen heute befremdlich vorkommen
dürfte: Der heilige Geist ist ersetzt durch
Maria. Das ist weit entfernt von der kirchlichen Trinität
und beschreibt „eine Art familiärer Drei-Götter-
Glaube“ mit Vater, der göttlichen Gattin/
Mutter und dem göttlichen Sohn. Dass ein reiner
Monotheismus mit so einer Vorstellung der Einheit
nicht mehr überzeugend verteidigt werden kann, würden auch christliche Theologen unterschreiben. An wen richtet sich also diese Kritik?

Ab dem fünften Jahrhundert war die Frage nach
der Wesensnatur Jesus eine lange und sehr kontroverse
Debatte. Im orientalischen Christentum
um Syrien und auf der arabischen Halbinsel war
die monophysitische Auslegung dominant, die laut
Martin Bauschke einem Tritheismus in die Hände
spielte, prominent vertreten von einem gewissen
Johannes Grammaticus Philoponus (gest. 575):
„Die orientalisch-christliche Frömmigkeit zeichnete
sich durch dreierlei aus: Sie neigte von Anfang
an zu einer mehr tritheistischen als monotheistischen
Gottesauffassung, was sich für die Christen
in Ägypten und Äthiopien aufgrund der dort immer
noch gegenwärtigen altägyptischen Vorstellung
von Göttertriaden erklären lässt. Dieselben Christen
bekannten sich zugleich zu einem monophysitischen
Verständnis der Person Christi, das sich
seinerseits mit einer besonderen Marienverehrung
verband, die sich in der Volksfrömmigkeit – mit fließenden
Übergängen – bis hin zum Marienkult und
einer mehr oder weniger göttlichen Verehrung Marias
steigern konnte. Cyrill, Bischof von Jerusalem
(gest. 386), war wohl der erste Theologe, der Maria
‚Muttergottes‘ bzw. ‚Gottesgebärerin‘ nannte.“ Die
Monophysiten waren der Orthodoxie bereits lange
ein Dorn im Auge und wurden von den Byzantinern
verfolgt und unterdrückt. Ist damit die Diskussion
ad acta gelegt, weil der Koran, nach diesem Vers zu
urteilen, gar nicht die Trinität als solches angreift,
sondern nur eine Denomination unter den Christen,
die viele in Deutschland heute nicht einmal
kennen? Nein, aber immerhin hat der Leser nun
einen Blick für die historischen und kontextuellen
Hintergründe zur Zeit der Verkündigung des Korans,
was wichtig ist, wenn man die Botschaft richtig
vernehmen will.

Viele Muslime mögen nun an Verse wie Q. 23:91,
21:22 denken, wonach prinzipiell die Vorstellung
von mehreren Gottheiten abgelehnt und ad absurdum
geführt wird mit dem Gedankenexperiment,
dass die verschiedenen Götter dann nicht
nur nicht kooperieren würden, sondern im Krieg
miteinander wären um die Vorherrschaft und Allmacht.
Aber auch von dieser Kritik wird sich die
Christenheit nicht direkt angesprochen fühlen, zumal
das Christentum ja kein Polytheismus ist!

Christologie des Korans

Etwas schwieriger wird es jedoch mit der Warnung
gegen die Christen, Jesus nicht als „Sohn Gottes“
zu beschreiben, denn er ist Isa ibn Maryam, Jesus,
der Sohn der Maria (Q. 4:171; 19:36). Die Hauptkritik
der muslimischen Theologen bezieht sich folglich
auch auf den Begriff der „Zeugung“, dass also
der Vater seinen Sohn gezeugt habe, und in diesem
Zusammenhang auf die Ablehnung der Idee einer
Inkarnation Gottes in Jesus. So macht u.a. Bauschke
darauf aufmerksam, dass die Wendung lam yalid
wa-lam yūlad („Er hat nicht gezeugt und gezeugt
hat ihn keiner“, Q. 112) auf die Formulierung „gezeugt,
nicht geschaffen“, die in den Konzilien von
Nizäa und Konstantinopel geprägt wurden, abzielt.

Die koranische Vorstellung von Gottes Einheit
drückt sich aus in den Begriffen aḥad (Eins/Einer)
und ṣamad (unverbrüchlich) (Q. 112). Hierin liegt die
Definition des Absoluten. Das Absolute kann per
Definition keine Teile haben und auch keine „Leere“.
Das Absolute ist absolut dadurch, dass es rein
ist, unteilbar und unverbrüchlich, so dass in ihm
nichts anderes anzutreffen ist, außer ihm. So ist
jeglicher Vergleich Gottes mit seiner Schöpfung
strikt untersagt, da Gott nichts ähnelt. Dies soll
einem möglichen Anthropomorphismus in der Gottesanschauung
vorbeugen. Das Problem mit dieser
Idee der absoluten und absolut metaphysischen
Vorstellung von der Einheit ist, dass es schwierig
wird, wie man Gottes Nähe (Q. 50:16) und sein Wirken
in der Welt (Q. 55 u.a.) zu erklären hat, ohne ihn
zugleich in den Bereich des physischen herunterzuziehen.
Diese Aufgabe übernimmt im kalām (Systematische
Theologie) die Attributenlehre, worauf
hier nicht eingegangen werden kann. Wir erinnern
uns jedoch, dass Jesus in der Trinität genau
diese Rolle zukommt, nämlich das Transzendente
mit dem Weltlichen in Kommunikation zu setzen,
weshalb es für Christen undenkbar wird, von Jesus
gesondert von der göttlichen Trinität zu sprechen.

Fazit

Wenn unter Trinität „drei Personen“ verstanden
werden, so wird der Muslim keinen Boden für einen
fruchtbaren Dialog finden, da das für ihn nichts
weiter sein kann als ein auf drei Götter beschränkter
Polytheismus. Das zieht zwangsläufig den Vorwurf
des širk (Beigesellung) auf sich und ist somit
kategorisch abzulehnen. Versteht man darunter jedoch
gewisse „Modi“ des einen göttlichen Wesens, also keine unterschiedenen Entitäten, sondern
verschiedene Namen oder Attribute Gottes, so ist
der Vorwurf des Tritheismus zwar abgewehrt, aber
der Muslim wird bei sich keinen notwendigen Erkenntnisgrund
finden, diese Attribute auf drei zu
beschränken.

Eines muss abschließend besonders hervorgehoben
werden: Auch der Muslim glaubt an Jesus
Christus und hat eine Christologie, die zu seiner
Religion dazugehört und seine Spiritualität stimmt
und bestimmt. Es gibt sicher viele Christologien
außerhalb des Christentums, jedoch gibt es keine
andere Religion außer dem Islam, die eine Christologie
lehrt, die im Kern seines Glaubens verankert
ist, da sie in seiner heiligen Schrift, dem Wort
Gottes, manifestiert ist. Dass ich als Muslim an Jesus
glaube, ist daher kein Versuch der Anbiederung
oder der Political Correctness. Die Anerkennung aller
Propheten ist ein Glaubensartikel für alle Muslime
(Q. 4:150-152). So glaube ich, dass Jesus Wort
Gottes (kalimat Allah) war, dass er vom Heiligen
Geist (rūḥ al-quds) unterstützt wurde (Q. 4:171), dass
er den Menschen die Botschaft Gottes brachte und
die Schrift, dass er nach Adam der einzige Mensch
war, der keinen biologischen Vater hatte, ich glaube
an alle Wundertaten, die er vollbracht hat, die
in der Bibel bezeugt werden und dass ihm daher
die höchste Verehrung gebührt! Das alles ist ein
Alleinstellungsmerkmal von Jesus unter allen Propheten.
Das alles glaube ich, weil es so in meiner
heiligen Schrift geschrieben steht. Nur lehne ich
den Glauben ab, dass er selber Gott war. Auch das,
weil es so in meiner heiligen Schrift steht.