Einem breiteren Lesepublikum bereitet die Lektüre von Tagungsbänden nicht selten Mühe: Oftmals werden Miniaturen fachspezifischer Diskursanalysen dargeboten, deren Referenzrahmen sich erst nach geraumer, kundiger Einarbeitung erschließt. Mit dem vorgelegten Band „Herrschaft des Konkreten“ werden die Herausgeber dem hochgesteckten Ziel der Mäzene hingegen mehr als gerecht, „im interdisziplinären Dialog zentrale Themen der globalisierten Gesellschaft in historischer und gegenwärtiger Perspektivierung zur erörtern und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen“.
Die tagespolitische Brisanz und Aktualität des bei erster Lektüre etwas enigmatisch erscheinenden Titels erschließt sich gleich im einleitenden Beitrag des Historikers und Publizisten Dan Diner, der hochinteressante und relevante...








