Mit hoher Einfachheit vermochte Romano Guardini, der sich zeitlebens auf der Scheidelinie von Religionsphilosophie und Theologie bewegte, von 1923 bis 1939 als Gastdozent an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin katholische Weltanschauung zu lehren, bis das NS-Regime seine Lehre für unvereinbar mit der völkischen Ideologie erklärte. Im Gedenken an Guardini besteht seit einigen Jahren eine Stiftungsprofessur an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität.
Hans-Joachim Höhn hielt im Rahmen dieser ehrenvollen Professur Vorlesungen über die Religionsphilosophie nach Kant, über Vernunft und Glaube in der Gegenwart, in einem Zeitalter der „radikalen Säkularität“. Anders als Guardini setzt die Lektüre seines anspruchsvollen Bandes mehr als nur ein philosophisches Interesse voraus....








