Eulenfisch - Limburger Magazin für Religion und Bildung

Egbert Ballhorn / Simone Horstmann (Hg.): Theologie verstehen

Die Auslegung des apostolischen Glaubensbekenntnisses ist eine Aufgabe, der sich die Theologie seit Entstehung dieses für die christliche Identität so zentralen Textes immer wieder zugewandt hat. In diese Auslegungstradition reiht sich der vorliegende Band – ein Kondensat des am Dortmunder Institut für Katholische Theologie durchgeführten Theologischen Grundkurses – mit einer ganz spezifischen Zielsetzung und Gestaltgebung ein: Das Vorhaben richtet sich auf nichts weniger als auf eine grundlegende Einführung ins Theologiestudium (oder allgemeiner: in eine intensivierte Befassung mit der akademischen Theologie), die sich in der Auseinandersetzung mit dem Text des apostolischen Credos und im Zusammenspiel von Statements aus allen Disziplinen der Theologie entfaltet.

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Robert Zimmer: Basis-Bibliothek Philosophie

Eine „Basis-Bibliothek Philosophie“ wäre eine schöne Sache, denn insbesondere der philosophische Novize hätte damit einen Kanon unverzichtbarer Bücher von zeitloser Bedeutung, an dem er sich orientieren könnte. Robert Zimmers Zusammenstellung will das leisten. Beginnend mit den Fragmenten der Vorsokratiker stellt der Autor die von ihm ausgewählten 100 Bücher mit Artikeln vom Umfang eines Wikipedia-Eintrages vor. Diese Darstellungen sind gut verständlich und arbeiten Wesentliches heraus. Wird das Buch aber seinem Anspruch gerecht, eine „Basis-Bibliothek Philosophie“ zu sein? Ein solcher Kanon müsste ausgewogen und repräsentativ die philosophischen Denkrichtungen und Problemstellungen behandeln. Die darin aufgenommen Bücher müssten Klassiker sein, was Zimmer für sein Buch auch beansprucht.

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Anton G. Leitner (Hg.): Der Himmel von morgen. Gedichte über Gott und die Welt

„Der Himmel von morgen“ – mit dieser poetischen, einem Gedicht entnommenen Zeile hat der Autor und Verleger Anton G. Leitner seine Gedichtsammlung überschrieben. Die 100 Gedichte von 91 bekannten und weniger bekannten zeitgenössischen Dichterinnen und Dichtern drehen sich – so der reichlich dehnbare Untertitel – um „Gott und die Welt“. Zu finden sind Gedichte unterschiedlicher Länge, zumeist ungereimt, aber auch höchst formvollendete wie das Sonett „Böhmisches Wegekreuz“ (111) von Christian Lehnert; außerdem hat der Herausgeber lautmalerische und Bildgedichte berücksichtigt. Der Vielfalt der dichterischen Formen entspricht die Vielfalt der aufgegriffenen Themen.

Dass Gott längst nicht mehr das Maß aller Dinge ist, führt Richard Dove in seinem Gedicht – wirklich ein Gedicht? – „Gott gemäß...

Jasmin Groß / Doris Hohmann / Andreas Nicht / Wolfhard Schweiker: Stark in Religion 5/6

Die Reihe „Stark in Religion“ hat sich zum Ziel gesetzt – wie es der Titel der Reihe insinuiert – Schülerinnen und Schüler im wahrsten Sinne des Wortes „stark in Religion“ werden zu lassen, so auch das für die Jahrgangsstufen 5 und 6 in diesem Jahr erschienene Lern- und Arbeitsheft. „Stark in Religion sein“ heißt für die Autorinnen und Autoren des Arbeitsheftes: „Du kannst Auskunft geben, wenn dich jemand fragt.“

Sieben Themenkreise, im Heft Hauptkapitel genannt, werden den Schülerinnen und Schülern angeboten: Menschen: Gleich und anders, Zusammenleben mit anderen, Gott – wer bist du?, Mit Jesus auf dem Weg, Die Bibel: Mitten in unserer Welt, Kirche – ein Ort für mich?, Weltreligionen: Das Judentum. Die Kapitel umfassen in der Regel 12 Seiten. Sie starten jeweils mit einer orange...

Peter Neuner: Turbulenter Aufbruch

Die sechziger Jahre gelten in Westeuropa als Sattelzeit der Postmoderne bzw. als Durchbruch zur gesellschaftlichen „Fundamentalliberalisierung“ (Habermas). Die vormals im Wesentlichen von Eliten und Boheme geteilten kulturellen Standards erzielen nun Breitenwirkung und verändern mit der Zeit die mentalen Befindlichkeiten aller Zeitgenossen. Während Familien und gesellschaftliche Gruppen, Wirtschaft, Politik und staatliche Einrichtungen den Wandel insgesamt gut und zu ihrem Vorteil verarbeitet haben, scheint einzig die katholische Kirche festzustecken in jenem „mythischen Jahrzehnt“. Noch immer laboriert sie an gesellschaftlich längst überwundenen Konflikten rund um Themen wie Autorität, Institutionalität, Individualität, Authenzität, Pluralität, Gehorsam und Freiheit. Zivilisatorisch...

Egbert Ballhorn / Georg Steins / Regina Wildgruber / Uta Zwingenberger (Hg.): 73 Ouvertüren

Der Beginn eines Buches kann gefangen nehmen, fesseln, mitreißen, kurz: dem ersten Satz eines guten Buches wohnt ein Zauber inne. Unwillkürlich entscheidet sich, ob hier das Potenzial liegt, eine Geschichte entstehen zu lassen. Akteure werden die Bühne betreten, Handlungsstränge sich entfalten. Stimmt der Buchanfang darauf ein? Wenn es ein solches Buch gibt, das Geschichte hat entstehen lassen, so darf die Heilige Schrift das für sich in Anspruch nehmen. Offensichtlich sind die Anfänge derart, dass Leserinnen und Leser über Jahrhunderte es nicht mehr aus der Hand legen konnten.

Mit den „73 Ouvertüren“ ist ein sehr treffender Titel für die Buchanfänge der einzelnen Bücher der Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testaments gewählt. So wie eine Ouvertüre anklingen lässt, was das Gesamtwerk...

Melanie Peetz: Das biblische Israel

Geschichte spielt sich in Raum und Zeit ab. Dass insbesondere biblische Texte nicht unabhängig von Raum und Zeit entstanden sind, zugleich aber über historische Wahrheiten hinausgehen, muss immer wieder neu vor Augen geführt werden, um nicht der Gefahr eines naiven Bibel-Positivismus zu erliegen. Eine hervorragende Hilfe, um gerade für alttestamentliche Texte deren Verwobenheit in Raum und Zeit zu sehen, ist Melanie Peetzs „Das biblische Israel“. Ihr gelingt es, die Dimensionen von Raum und Zeit, die geographischen, geologischen und historischen Grundbedingungen alttestamentlicher Texte kompakt und äußerst gut lesbar darzustellen.

Das Buch gliedert sich – abgesehen von der Einleitung und dem Anhang – in acht große Abschnitte, die sich an Epochen orientierten. In der Einleitung geht die...

Erhard Holze / Stefanie Pfister: 100 Rechtsfragen zu Religionsunterricht und Schule

Der Religionsunterricht ist durch Art. 7 GG abgesichert. Als einziges Schulfach ist er somit auf höchster verfassungsrechtlicher Ebene angesiedelt. Neben dieser rechtlichen Verankerung im Grundgesetz ist der Religionsunterricht auch in den Landesverfassungen und Schulgesetzen der einzelnen Bundesländer rechtlich ausgestaltet. All dies führt dazu, dass sich zum Religionsunterricht viele rechtliche Fragestellungen ergeben. Es ist sinnvoll und hilfreich, dass das Autorenteam diesen Fragestellungen nachgegangen ist und sowohl aus rechtlicher als auch aus religionspädagogischer Sicht Antworten gegeben hat. Das Autorenteam beleuchtet vor allem die Rechtslage in Nordrhein-Westfalen, wo es beheimatet ist; das ist nachvollziehbar.

Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die sich mit dem...