„Nachdenken first.“ Diese Maxime findet sich in Jürgen Kaubes Streitschrift über das Elend und den Glanz der Schule auf Seite 207. Unauffällig und ohne ein Ausrufezeichen. Dabei könnte die schöne Variation eines Wahlslogans als Basso continuo der Betrachtungen des für das Feuilleton zuständigen Herausgebers der FAZ gelten. Denn, so Kaube, mit der Schule können viele Ideale und Programme verknüpft werden. Wenn sich die Schule aber nicht um ihr Kerngeschäft kümmert – um das Denken, das wiederum auf Wissen und Üben basiert – verfehlt sie ihr Thema. Wie begründet der Autor diese nur scheinbar triviale These?
Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis des Buches gibt eine erste Auskunft. Von den vierzehn Kapiteln des Buches sind sechs geläufigen Erwartungen gewidmet, die Kaube als nicht...








