Eulenfisch - Limburger Magazin für Religion und Bildung

Annegret Reese-Schnitker / Daniel Bertram /Dominic Fröhle (Hg.): Gespräche im Religionsunterricht

 

Wenn das Christentum an den Anfang von allem den „Logos“ stellt, liegt es nahe, seiner Lehre eine „Logik“ zugrunde zu legen, die die Grenzen formaler Operationen übersteigt, auf „das Ganze“ zielt und inhaltliche Plausibilitäten erzeugt. Von seinem Beginn an steht daher konsequent die sinnvolle Abfolge von „Logoi“, das Gespräch, im Mittelpunkt christlicher Glaubensunterweisung. Letztere ist im Einklang mit dem Würzburger Synodenbeschluss von 1974 aus dem schulischen Religionsunterricht verschwunden, das Gespräch bleibt für ihn zentral. Dieses als Unterrichtsprinzip zu begründen, es empirisch zu validieren, die verschiedenen Arten zu klassifizieren und erste Schritte in Richtung einer Bewertung von Gesprächen im Hinblick auf ihre Qualität bzw. ihre Dienlichkeit zur Erreichung von...

Marcus Eckert: Classroom Management

Der Begriff des Classroom Managements ist nicht neu. In der Fachliteratur stellt er seit Jahren eine feste Größe dar. Dennoch scheint im schulischen Alltag zumindest der Begriff nicht allzu oft aufzutauchen. Das damit Gemeinte beschäftigt freilich jede Lehrerin und jeden Lehrer, weil es beim Unterrichten auf die eine oder andere Weise immer mitschwingt. So definiert Marcus Eckert Classroom Management als die Gesamtheit der „Aktivitäten zur Gestaltung einer Lernumgebung, die sich günstig auf das curriculare und das sozial-emotionale Lernen auswirken“ (11). Eine gute Lernatmosphäre, ein gutes Klassenklima und eine aktive Mitarbeit aller fördern nachweislich das Lernen – ganz gleich in welchem Fach. Entsprechend fragt das Classroom Management vor und neben aller didaktisch-methodischen...

Maja Dammann / Ute Caspar / Katja Frerks / Christina Kaltenschnee / Maik Zaborowski: Mittleres Management an Schulen

Gilt es nicht gerade in den Schulen, wichtigere Herausforderungen zu meistern als die Einführung eines Mittleren Managements? Ja und Nein. Der Autorinnengruppe des vorliegenden Buches gelingt es, eine neue Perspektive auf die Chancen der Einführung eines Mittleren Managements zu eröffnen. Sie beschreiben, wie durch eine breitere Verteilung von Aufgaben und eine Fokussierung Einzelner auf bestimmte Aufträge Entlastung und Freiraum für Schulleitungen entstehen. Diese kann sich wieder mehr dem System Schule als Ganzem widmen und konzeptionell denken und agieren, die aktuellen Herausforderungen meistern, statt sich im Arbeitsalltag zu verlieren. Lehrkräfte im Mittleren Management werden in dem Buch nicht als Schulleitungsmitglieder gesehen, sondern als Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben im...

Bernhard Körner: Gott ist der Rede wert

Der ansprechende, zur Lektüre motivierende Titel beinhaltet die zentrale theologische Frage, warum und inwiefern Gott wirklich der Rede wert ist. Diese Frage nimmt der Autor in seiner differenzierten, kenntnisreichen Darstellung in acht etwa gleich langen Kapiteln in den Blick: Nach einem kurzen Vorwort gibt Bernhard Körner einleitend einen klaren Überblick über die Aspekte, die er in der folgenden Darstellung (Kapitel I – VIII) entfaltet.

Schlaglichtartig (Kapitel I) veranschaulicht Körner, wie Gott in der Biografie und im Denken verschiedener Autoren des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart zur Wirklichkeit wird. Die Infragestellung Gottes (Kapitel II) wird aus unterschiedlichen Perspektiven thematisiert: kosmologisch, evolutionsbiologisch, sprachphilosophisch, hinsichtlich des Leids in...

Rainer Bucher: Es ist nicht gleichgültig, an welchen Gott man glaubt

Rainer Bucher hat mit seinen „Theologisch-biografische[n] Notizen“ zum Ende seiner aktiven Zeit als Professor für Pastoraltheologie in Graz ein kleines, aber feines Buch vorgelegt, das es in sich hat. Der Titel ist weniger als Provokation denn als Ausdruck einer sprachfähigen Eleganz zu werten, welche die theologische Arbeit des Mitbegründers des theologischen Feuilletons feinschwarz.net auszeichnet. So ist dieses in seiner Kürze gut lesbare Werk eine essayistische „Theologische Summe“, in der sich die Themen seiner pastoraltheologischen Arbeit bündeln, ohne zum wiederholten Mal einfach nur aufgewärmt zu werden.

Beginnend mit Markierungen seiner eigenen Biografie unter den Stichworten Bayreuth, Richard Wagner, Vater sein und Lebensherbst bearbeitet Bucher in den weiteren vier Kapiteln in...

Vittorio Hösle: Gott als Vernunft

Der vorliegende Sammelband enthält sehr unterschiedliche Beiträge zum Verhältnis von Glaube und Vernunft. Ihnen ist die Überzeugung gemeinsam, dass der Glaube an Gott nicht einen fideistischen Sprung voraussetzt, sondern in einem tiefen Sinne vernünftig ist. Denn jeder Vernunftgebrauch bezieht sich auf grundlegende Annahmen, die ihm ermöglichend vorausliegen, über die er sich aber in der Regel keine Rechenschaft ablegt. Dies gilt in mehrfacher Hinsicht.

Dass wir eine Hochschule traditionell nicht als „Multiversität“, sondern als Universität bezeichnen, macht schon sprachlich deutlich, wie sehr der Wissenschaftsprozess von der Idee geleitet ist, dass über all seine inneren Spezialisierungs- und Differenzierungsgrade hinweg die Fülle menschlichen Wissens sich zu einer letzten Einheit fügt....

Regina Schulze-Oechtering: Klanggeschichten für den Religionsunterricht

Biblische Geschichten sind weit weg von der Lebenswelt der Grundschulkinder. Welche Methoden stehen zur Verfügung, um Kindern die christliche Überlieferung näherzubringen? Dabei spielen vor allen Dingen im Primarbereich audiovisuelle Konzepte eine große Rolle. Die Einheit aus Bild, Klang, szenischem Spiel und Stimme ermöglicht eine multisensuale Ansprache der Lernenden. Viele Lehrende versuchen über eine Inszenierung mit Bodenbildern, Klängen oder szenisches Spiel die Texte zu veranschaulichen. Das persönliche Aufarbeiten und Gestalten biblischer Texte benötigt viel Zeit und Aufwand.

Ausgehend von dieser Anforderung hat Regina Schulze-Oechtering ein Heft mit 72 Seiten im Din A4-Format publiziert. Darin werden 20 biblische Geschichten, Psalmen und Heiligenerzählungen über audiovisuelle...

Stephan Sigg: FirmBibel

„Und was hat das mit mir zu tun?“ Eine Frage, die oft von Jugendlichen gestellt wird, wenn es um die Bibel geht. Eine Sammlung alter Geschichten und einiger Berichte über Jesus, weit weg von der Lebensrealität (junger) Menschen, so ist nicht selten der erste Eindruck. Stephan Sigg hat sich der Aufgabe gestellt, dieser Frage nachzugehen: Herausgekommen ist dabei die FirmBibel. In 14 Kapiteln verbindet der Schweizer Autor biblische Inhalte mit der Lebenswelt Jugendlicher. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Fassung einer biblischen Erzählung in moderner Sprache, an die sich eine Kurzgeschichte oder eine Dialogszene anschließt. Hier geht es um Alltagserfahrungen, an die die Leserinnen und Leser anknüpfen können: Erlebnisse aus Schule, Familie und Freundeskreis werden geschildert. Die...