Der Kunsthistoriker Wolfgang Kemp, der, inspiriert durch zahlreiche Beobachtungen zum Sprachgebrauch, an seine schon 2022 in der FAZ vorgetragene Sprachkritik (12) anschließt, legt mit diesem kleinen Buch einen Essay vor: In drei Teilen konstatiert, kommentiert und kritisiert er folgende Phänomene heutiger v.a. gesprochener Sprache an Beispielen: die neue Nutzung von Partikeln, Sprachräson und Adjektiven.
Unter den Partikeln, deren Nutzung der Autor v.a. in Podcasts (des DLFs) untersucht, würden Worte wie „irgendwie“, „ein Stück“, „sozusagen“, gepaart mit „Wohlfühl- und Wertschätzungssignalen“ („Ich bin ganz bei Dir“) als „Streicheleinheit“ für den Gesprächspartner neben ihren Gegenteilen „absolut“, „total“ (8) genannt – „Umgehungsdeutsch“ (31) neben „Ultra-Deutsch“ (29) als „Jargon der...








