Johann Baptist Metz spottete einmal über den trinitätstheologischen Entwurf seines Kollegen Jürgen Moltmann, dieser kenne das Innenleben Gottes besser als das seiner Frau. Auf ähnliche Weise konnte sich Karl Rahner über trinitätstheologische Konzepte echauffieren, die ihm zur göttlichen Eingeweideschau gerieten. Gelte es doch, Gott als Geheimnis zu denken.
Nun darf die Beschwörung der Geheimnishaftigkeit Gottes nicht dazu führen, das Denken abzustellen, und das wollte zweifellos keiner der beiden Theologen sagen. Umso mehr stellt sich die Frage, bis zu welchem Punkt das Denken sich durch den Glauben an den dreifaltigen Gott herausfordern lässt. Dieser Frage nachzugehen ist in besonderer Weise Klaus von Stosch qualifiziert. Als Vertreter einer komparativen Theologe weiß er nicht nur um die...








